2003 - Prof. Dr. Kurt Biedenkopf
Lebenslauf
geboren am 28.1.1930 in Ludwigshafen, verheiratet, 4 Kinder
Jurastudium, 1958 Promotion, 1963 Habilitation
1963-69 Dozent in Frankfurt/Main und Tübingen, Ordinarius, Dekan und
Rektor in Bochum
1973-77 Generalsekretär der CDU
1976-80, 1987-90 Mitglied des Deutschen Bundestags
1980-88 Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen,
1980-83 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
1990 Gastprofessor an der Universität Leipzig
1990-2004 Mitglied des Sächsischen Landtags
1991-95 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Sachsen
1990-2002 Ministerpräsident in Sachsen
Weitere Informationen
- Laudatio [Prof. Dr. Hans N. Weiler Stanford University]
- Rede von Prof. Dr. Willi Xylander, Präsident der Gesellschaft
- Brief Biedenkopfs
Begründung
Prof. Dr. Kurt Biedenkopf hat in seiner Zeit als Ministerpräsident des Freistaates Sachsen vielfältige Kontakte zu den Nachbarländern Polen und Tschechien auf- und ausgebaut, Kultur- und Wissenschaftsaustausch initiiert und Politiker und Verwaltungen zur aktiven Zusammenarbeit angehalten. Auf seine Anregungen hin konnte der Austausch und die Kooperation der Staaten Mitteleuropas – und zwar auf allen Ebenen den Nationen, Ländern, Städten und Gemeinden, Institutionen und vor allem der Menschen – beschleunigt und die Grundlage für eine zukünftige erfolgreiche Zusammenarbeit in der erweiterten EU geschaffen werden. Dabei beschränkte sich seine Initiative nicht auf die Grenzräume Schlesien und Böhmen, sondern wirkte sich auch auf die Zusammenarbeit zwischen den Nationalregierungen aus.
Kurt Biedenkopf hat so durch seine persönliche Einflussnahme das Zusammenwachsen des neuen Europa an der Schnittstelle zwischen EU-Mitgliedern und EU-Beitrittsstaaten in herausragendem Maße und nachhaltig befördert.
Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec verleiht ihm dafür den Internationalen Brückepreis 2003.
Görlitz, im Sommer 2003
Prof. Dr. Willi Xylander
Präsident der Gesellschaft